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Unterschätzte Riester-Rente – was viele nicht wissen

Im Zuge ihrer Rentenreform will die große Koalition zur ergänzenden Altersvorsorge auch die Riester-Rente weiter optimieren. Warum sich riestern schon heute lohnt – fünf Kernvorteile.

Unterschätzte Riester-Rente (DBPics / Fotolia)

Die Regierung arbeitet an der weiteren Ausgestaltung der Reform zur finanziellen Alterssicherung. In dem Zuge hat sich die Koalition inzwischen unter anderem auch auf eine Stärkung der Riester-Rente geeinigt. So soll die Grundzulage von derzeit 154 auf 175 Euro steigen – und die später ausgezahlten Renten sollen nicht mehr komplett auf die Grundsicherung angerechnet werden können.

Doch schon jetzt ist die Riester-Rente für viele Menschen ein sinnvoller Baustein der Altersvorsorgestrategie.

Fünf wesentliche Vorteile im Überblick:

Jeder Riester-Sparer erhält pro Jahr 154 Euro – nach der jüngsten Reform 175 Euro – direkt vom Staat als Bonus. Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es nochmals 185 Euro hinzu. Kam der Nachwuchs 2008 oder später zur Welt, sind es sogar 300 Euro. Berufseinsteiger, die im Jahr des Abschlusses noch keine 25 Jahre alt sind, erhalten außerdem eine einmalige Grundzulage von 200 Euro.

Alternativ sind Beiträge zur Riester-Rente bis zu maximal 2.100 Euro jährlich von der Steuer absetzbar. Davon profitieren in der Regel höhere Einkommen. Das Finanzamt prüft im Rahmen der so genannten Günstigerprüfung automatisch, ob die Steuervorteile höher sind als die möglichen Zulagen.

Riestern ist in unterschiedlichen Formen möglich. Abhängig vom eigenen Risikoempfinden können sich die Sparer zwischen einer Rentenversicherung, einem Banksparplan oder einem Fondssparplan entscheiden. Auch ihre Immobilienfinanzierung lässt sich durch die Riester-Zulagen aufpeppen. Bei einem geförderten Immobilien-Darlehensvertrag beispielsweise fließen die steuerbegünstigten Beiträge und Zulagen nicht auf ein Sparkonto, sondern in die Tilgung des Darlehensvertrags. Um die langfristig passende Variante zu finden, empfiehlt sich eine persönliche Beratung.

Grundsätzlich gilt: Jeder Euro, den der Sparer investiert und der per Zulage in den Topf fließt, muss bei Rentenbeginn garantiert zur Verfügung stehen. Jeder kann in der Regel mit darüber hinausgehenden Erträgen für seine Bezugsphase im Alter rechnen. Bei klassischen Rentenversicherungen garantieren die Anbieter dem Sparer eine jährliche Verzinsung von 0,90 Prozent. Hinzu kommen jährliche Überschusszuweisungen, die davon abhängen, wie gut die Gesellschaft gewirtschaftet hat. Wer sich für eine fondsgebundene Rentenversicherung oder einen Fondssparplan entscheidet, kann darüber hinaus von den vielseitigen Chancen des Kapitalmarktes profitieren. Hinweis: Je früher der Beginn und je mehr Zeit der Sparer damit hat, sein Sparpolster aufzubauen, desto mehr Spielraum besteht, zwischenzeitliche Marktschwankungen auszugleichen – und Aufschwünge voll zu nutzen. Auch ist eine gut geprüfte Fondsauswahl grundlegend wichtig. „MLP Berater unterstützen dabei, sich einen passenden und der eigenen Risikoneigung entsprechenden Fonds-Mix zusammenzustellen“, sagt Miriam Michelsen, Leiterin Altersvorsorge und Krankenversicherung bei MLP.

Ein wichtiger Pluspunkt für Rentenversicherungen ist, dass sie das so genannte Langlebigkeitsrisiko absichern. Die Versicherten erhalten später eine lebenslange Zahlung: Monat für Monat – egal, wie alt sie werden. Zudem sorgt das Versichertenkollektiv für große Stabilität. Die Gesamtheit aller Versicherungsnehmer trägt dauerhaft zur gezahlten Rente des einzelnen bei.

Grundsätzlich beziehen Versicherte die Riester-Rente mit dem Renteneintritt – frühestens mit 60 bzw. mit 62 Jahren bei Verträgen ab 2012. Alternativ kann jeder zu Rentenbeginn aber auch einmalig 30 Prozent des Kapitals auf einen Schlag entnehmen. Bereits während der Sparphase lässt sich das Kapital aus einem Riester-Sparplan oder einer Riester-Versicherung auch nutzen, um es unter anderem in eine selbstgenutzte Immobilie zu investieren.

Die Sparraten kann man zudem jederzeit erhöhen oder – bei finanziellen Engpässen – die monatlichen Zahlungen auch mal ruhen lassen. Die bis dahin erhaltenen Zulagen sind davon nicht betroffen.

Wir werden immer älter. Daher muss auch das Geld länger reichen. Schätzen Sie doch mal Ihre Lebenserwartung – liegen Sie richtig?

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